Diese Gruppe von Klebstoffen wird als 1K-System angewendet. Das Besondere dabei ist, dass die Härtereaktion nur unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) und in Anwesenheit von Metallionen startet, wenn der Klebstoff in einer engen metallischen Klebfuge von der Umgebungsluft abgeschlossen wird. Es können nur metallische Werkstoffe damit geklebt werden: da für die Aushärtung freie Metallionen als Reaktionspartner benötigt werden muss mindestens ein Fügepartner in der Lage sein, freie Metallionen abzugeben. Bei Solchen Metall-Nichtmetall-Verklebungen empfiehlt sichd er Einsatz eines Aktivators. Aus diesem Mechanismus ergibt sich das Hauptanwendungsgebiet dieser Klebstoffe als Schraubensicherung und zur Wellen- und Flanschverklebung.

Cyanacrylat-Klebstoffe sind im Allgemeinen besser bekannt unter dem Begriff Sekunden- oder auch Superkleber. Voraussetzung für den Start der Polymerisation, die zur Aushärtung führt, ist das Vorhandensein polarer Gruppen oder Teilchen, beispielsweise die OH-Ionen in der Feuchtigkeitsschicht an den Fügeoberflächen. Verklebungen mit Cyanacrylat-Klebstoffen sind nicht feuchtigkeits- oder temperaturstabil, da unter entsprechenden Bedingungen das Polymer wieder gespalten wird. Außerdem lassen sich nur kleine Flächen richtig verkleben. Verbindungen lassen sich mit Hilfe von Aceton wieder lösen.